Narrenbaumstellen 2024

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Waldpoet Reinhard Ringwald Montag, 15. Januar 2024 von Waldpoet Reinhard Ringwald

Narrenbaumgilde stellt in Hausach auf dem Konstantinplatz den 25. Narrenbaum

Narrenbaumstellen ist Kult im Narrenstädtle Hausach

Zum Beginn der fünften Jahreszeit steht das hölzerne Wahrzeichen aller Narren auf dem Konstantinplatz. Mit stolzen 28 Metern verdeutlicht der gen Himmel ragende Narrenbaum, was es mit Tradition auf sich hat. Sogar nachts ist er nun zu sehen. Hausachs Narren haben einen beleuchteten Narrenbaum. Somit einen Orientierungspunkt für Spät- beziehungsweise Frühheimkehrer.

Pünktlich um 14:00 Uhr begann die Eröffnung des Narrenbaumstellens am Hausacher Narrenbrunnen. Abgesichert von der geräuschvollen Blechlawine, die sich wie ein Lindwurm an den Narren vorbeischlich, eröffnete Waldpoet Reinhard Ringwald das Zeremoniell. „Jeder Narr in Farbepracht mol groß mol e Knilch, in Huse kriegsch d Fasent schu mit d Muttermilch“, so Ringwald. Wahrscheinlich waren deswegen auffallend viele Kinder mit Häs und teilweise Maske an dem Tag beim Narrenbaumstellen unterwegs. Die Eröffnung am Narrenbrunnen wurde von unzähligen Hansele, Spättle, Urmadlee, Burgfrauen, Narrenmutter, Blaue, Dämonen, Sulzbach-, Sen-wig- und Waldsteinhexen sowie Schlotzer-Wieble gesäumt. Mit ihren Päpern begleiteten die Musiker der Hexenmusik aus Fischerbach routiniert das närrische Spektakel.

Nachdem das Taufwasser in den Holzzuber geschöpft war, zog der närrisch bunte Tross in Richtung Konstantinplatz, dem Aufstellungsort für den Narrenbaum. Dort hatten Baumsteller und Baumwieble alles für ihre Gäste vorbereitet. Der Narrenbaum lang stolz in voller Pracht auf Holzböcken und wartete darauf aufrecht gestellt zu werden. An den beiden Holzhütten gab es Getränke und heiße Würste. - Ein Glas heißer Kinderpunsch oder Glühwein, um den eisigen Temperaturen zu trotzen.

Waldpoet Reinhard Ringwald führte durch das Programm und erkundigte sich bei einigen Zu-schauern zur Länge des Narrenbaums. Spättleobfrau Tanja Mantel schätzte die Länge zutreffend auf 28 Meter und durfte einen Schnaps trinken.

Für den im Frühjahr 2023 neu gewählten Gildemeister Florian war es seine Baumtaufe. Er ließ verantwortlich „seinen“ ersten Narrenbaum von den Baumstellern in die Senkrechte stellen. Mit Bravour hat er diese Feuertaufe bestanden. Vor dem Verlesen der Gründungsurkunde gab Waldpoet Ringwald bekannt, dass dieses Jahr der 25. Narrenbaum von der 1998 gegründeten Narrenbaumgilde gestellt wurde.

Abschließend taufte jede Häsgruppe den Baum und begab sich zum Narrenhock in den von den Hansele bewirteten Narrenkeller. Bis früh in die Morgenstunden wurde in ausgelassener Stimmung gefeiert.

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